Norwegen 2015: Von Porsgrunn nach Stavanger (Radweg Nr. 2)

29. Juli 2015 – Die Reise beginnt

Wien:

Zeitig in der Früh geht es mit dem Fahrrad, 2 vollbepackten Packsäcken (zusammen ca. 20kg) und einem zusammengerollten Fahrradkarton mit dem Zug Richtung Flughafen Wien.

Hier wird der Karton „entrollt“, zusammengeklebt, das Fahrrad entsprechend vorbereitet (Lenker an Rahmen geklebt, Pedale ab, Luft aus den Reifen, Sattel eingefahren) und mitsamt den 4 Packtaschen und dem Helm im Karton verstaut. Zukleben – wird schon passen.

Dann noch zum Sperrgut Checkin – wenigstens keine Liftfahrt. Schließlich, 20min vor dem Boarding, schnell noch eine Handywertkarte bei der Trafik besorgen und rein in den Flieger.

Eigentlich verrückt – Urlaubsstress. Erst die mühsame Planung und dann die noch mühsamere Durchführung.  Regen, vielleicht sogar Schnee, Kälte, Nässe?? Urlaub???

Nja, zu spät – fasten your seatbelt :-)

Pünktlich Anflug Oslo. Weg von der Sonne, durch ein Wolkenmeer Richtung Realität – sieht aus als würde es jede Sekunde anfangen zu schütten. Aber das Wetter hält noch eine Weile. Packsäcke finde ich schnell und dem Fahrrad ist auch nix passiert. Fahrrad in Ruhe zusammenschrauben und Richtung Lufthaven-Ausgang. Am Bahnschalter die Fahrt nach Oslo S buchen und das Fahrrad für die Rückfahrt von Stavanger reservieren.

Oslo:

Komisches Gefühl, wenn man nach 2 Jahren an einen relativ weit entfernten aber schon bekannten Ort zurückkommt und alles vertraut wirkt. Oslo ist wie Wien. Zielstrebig  zum McDonalds und sich erstmal von der doch recht anstrengenden Anreise ein bisschen erholen. Anschließend zum ebenfalls wohlbekannten Intersport (), 3L Fynfir (Brennspiritus für meinen Kocher), ein günstiger Kompass und eine alubeschichtete Rettungsdecke – zusammen zirka € 80. Essensvorrat kaufe ich morgen.

Next step: Campingplatz Ekeberg. Zurück zum Bahnhof und dann Richtung Süden – immer gerade aus. Es fängt an zu regnen. Da das Rad noch nicht wirklich fahrbereit ist (alles noch in den 2 Packsäcken … Aufteilung will ich in Ruhe beim Campingplatz machen) schiebe ich erstmal. Hab ja keinen Stress, bin im Urlaub. Naja, bis auf dass der Regen immer stärker wird, ich mittlerweile meinen Regenponcho anhabe und sich die Schuhe schön langsam vollsaugen. Zu Fuß und im Regen doch ganz schön weit. Und dann noch EkeBERG … da gehts dann auch noch ziemlich bergauf – ist gar nicht sooo leicht zu finden. Aber schliesslich doch – eingecheckt, Zelt aufgestellt und ENDLICH am heutigen Ziel. Ruhe mich erstmal im Zelt aus.

Höre ein Auto neben mir vorbeirollen, zwei  Leute steigen aus und sagen „eigentlich sollten wir ja 3m Abstand vom Nachbarzelt halten, aber hier gefällts mir“. Musikanlage im Auto auf Anschlag aufgedreht und den Platz beschallt – Oslo – bin froh, wenn ich bald weiterkomme – weg von der Stadt.

Irgendwann, es fängt zwischenzeitlich wieder an zu schütten, Gummistiefel (Demar EVA) angezogen und verlasse das Zelt. Erst wegen Grösse 43 statt 42 verschmäht, wollte ich sie auch wegen des sperrigen Packmasses erst gar nicht mitnehmen – aber jetzt „the best thing of the kit“. Durch die Innenschuhe aus Neopren auch super warm. Also latsche ich mit den Gummistiefeln ein bissl rum, gegenüber ein Kirtag (oder sowas Ähnliches) … tausende Autos/Lacken/Schlamm/Regen/Nieseln.

Campingplatz Oslo

Campingplatz mit dem Blick auf Oslo

 

30.Juli 2015 – Schienenersatzverkehr

So gegen 9:00 stehe ich auf, gemütlich die Packsäcke auf die 4 Packtaschen aufgeteilt und dann gegen 11:00 den Campingplatz Ekeberg verlassen.  Zum ersten Mal das fast komplett beladene Fahrrad (Essensvorräte und ca. 4,5L Wasser fehlen noch) gefahren … biegt sich schon ganz schön.

Wetter ist sehr gut, sonnig. Zurück zum Oslo HBF und Vorräte einkaufen. Nudeln, Sugo, Wasser, Süssgkeiten, Chips. Nochmal kurz Mittagessen bei der grossen Fastfoodkette (günstiger (Hamburger 10 NOK) gehts in Norwegen fast nicht).

Wie ich schon zuhause recherchiert habe, ist zw. Oslo und Sandvika Schienenersatzverkehr. Irgendwo beim Bahnhof müsste weiter südlich der Radweg beginnen. Leider hab ich die Route nicht am Garmin und fahre mit Smartphone – ist ungemütlich (Fahrradhalterung wäre wünschenswert). Bin bei einem Hafen vorbei und relativ bald findet sich links neben der Strasse ein neu asphaltierter Weg, welcher mich bis nach Sandvika führt.

Komplett auf Radwegen schaffe ich es schließlich (ca. 1 1/2 Stunden) nach Sandvika … GPS fast nicht benötigt, da sehr gut beschildert.

Arrived at Sandvika

Angekommen am Bahnhof Sandvika

Zirka eine Stunde bis der Zug kommt – Lagecheck. Kleiner Ort, ein paar Geschäfte. Ein Norweger spricht mich an und befragt mich zu den Ortlieb-Packtaschen „yes, they are waterproof – you know, you have a lot of rain here in Norway“ „haha, that’s true. I sell these.“. Haarshampoo bei einem Drogeriemarkt eingekauft … die Stunde verflog und schon sitze ich in der Bahn nach Skien.

Schliesslich, nach der zirka dreistündigen Fahrt mit vielen Stopps in Skien  angekommen. Aus dem Bahnhof rausgerollt, Foto gemacht, Radl gepackt und mit GPS orientiert. Der weitere Weg ist leicht zu finden, Verkehr hält sich in Grenzen – hier sieht es aus, wie zuhause. Glaubt man nicht, dass man über 1.000km weit weg ist.

Da ist ein Coop-Supermarkt – passt, Essensvorräte aufgefüllt und weiter.

Hier beginnt also der Telemarkkanal, die Hendrik Ibsen fährt auch gerade weg … wahrscheinlich Richtung Dalen.

Es fängt leicht an zu nieseln, aber nicht stark genug, dass es sich auszahlt, den Radponcho anzuziehen. Außerdem geht’s bergauf, da wirds zu warm.

Ein bisschen müsste ich noch fahren, bis zum Campingplatz. Naja, ich steige bei einem Parkplatz neben einem Wald, ab und überlege… es ist bereits 21:00. Hier ist vorne eine Kreuzung, hinter mir so Landhäuser, … im Wald ein kleines Wegerl, 2-3 flache Plätze im Wald – passt schon! Ich pfeif auf den Campingplatz, und schlage hier mein Zelt auf.

Camp bei Skien

Camp bei Skien

31. Juli 2015

Ich stehe recht zeitig auf, so gg. 9 Uhr. Heute gehts nach Ulefoss. Und zwar die direkte Route über die 36er. Wetter ist super. Fast schon zu heiß. Ein bissl Verkehr wird schon sein, dafür flott. Alternativ wäre über Porsgrunn eine Route durch den Wald möglich. Da die aber womöglich relativ einsam ist, mein Radl neu zusammengeschraubt ist und zum ersten Mal stark bepackt fährt, entschließe ich mich für die Route auf der Autostraße. Soo schlimm ist’s eigentlich nicht, die Straße ist sehr breit, immer wieder zweigt man auf Radwege ab (die aber oft nicht asphaltiert sind). Bis Ulefoss fühlt sich’s an, als fährt man einen Hügel hinauf (Abzweiger bei Bauernhof, manchmal Radweg durch schönen Wald) und wieder hinunter.

Schließlich komme ich so gg. 12:00 in Ulefoss an. Seelandschaft. Dort fahre ich zu einer Raststätte/Aussichtsplattform, wo ich  koche. Währenddessen lade ich den Akku über die Solarzelle auf.

Sonne brennt brutal runter. Packe schließlich alles zusammen und mache mich wieder auf den Weg. Dann treffe endlich auf das erste Schild vom Radweg Nr. 2.

Bikingroute 2 at Lunde

Treffe auf Radweg Nummer 2 in Lunde

Bei einer Kirche vorbei, zu einer Forststraße. Fahre weiter auf einem Waldweg und schließlich sehr steil bergab. Hier muss man absteigen. Ein paar Radtouristen kommen schnaufend entgegen.

Unten angekommen, ein kleines Highlight – die Lunde-Schleuse. Und ich habe das Glück, dass genau in dem Moment, als ich hier vorbeikomme, auch ein Schiff – die „Viktoria“ –, runtergeschleust wird.

Auf der anderen Seite der Schleuse wieder das Rad gepackt, an einem Wasserkraftwerk vorbei und ein kleines Stück den schmalen Telemarkkanal entlang geradelt. Sehr schöne Gegend. Wie Donauauen nur sauberer und einsamer.

Der Radweg führte dann wieder ein Stück weg vom Kanal, an ein paar Bauernhöfen vorbei und anschließend durch eine wirklich tolle Seenlandschaft.

Kurz vor der Abfahrt nach Lunde stelle ich mein Zelt auf einem Aussichtspunkt auf. Zwischen zwei Bäumen – windig ist’s eh nicht.

Camp vor Lunde

Camp vor Lunde

Ausblick zum Telemarkkanal zwischen den noch relativ niedrigen Bergen. Die Nacht verläuft  ruhig.

1. August 2015 – Ruhetag am Campingplatz Lunde – Kanalcamping

Irgendwann, wahrscheinlich gegen 10:00 Uhr das Zelt abgebaut, alles am Rad verstaut und den super Zeltplatz verlassen.

Da heute Samstag ist (morgen kein Wasser aus Leitung verfügbar …), beschließe ich einen Ruhetag einzulegen – am Campingplatz in Lunde. Also rolle ich den Hügel runter und in Lunde rein. Registriere mich am Campingplatz, welcher gleich am Telemarkkanal liegt – 135 NOK – Campingplatz ist recht voll und ich bin der einzige Radtourist.

Am Campingplatz gibt es einen kleinen Badestrand, nach längerer Überlegung versuch ich’s – aber das ist doch nix für mich – das Wasser ist SAUKALT.

Der Wetterbericht prognostiziert 15mm Niederschlag bei 6m/s Wind … also stelle ich mein Zelt (bei Sturmböen) auf einer Erhebung auf (lieber dem Wind mehr ausgesetzt sein, als absaufen) – hat eigentlich gut funktioniert.

 Ein Kunstding in der Mitte vom Platz, welcher den Schleusen und dem Generator gewidmet ist.

Naja, ansonsten passierte nicht viel, Nacht war windig und regnerisch, hat von Mitternacht bis in die Früh durchgeregnet.

Irgendwie merke ich, dass ich aus dem Flow rauskomme, wenn ich auf Campingplätzen übernachte. Ruhetage nerven überhaupt irgendwie. Will weiter, immer weiter.

2. August 2015 – Lunde – Klien – Flagesund – vor Vradal (vrodal)

Trotz Sturm und Regen relativ gut geschlafen. Der Schlafsack ist am Fußende etwas nass geworden – entweder Kondens oder Regen, den es durch das Zelt reingeweht hat. Egal. Packe alles zusammen, fülle die Flaschen auf und breche in Richtung Klien auf. Wie vom Campingplatzbesitzer angekündigt, geht es zuerst flach den Telemarkkanal entlang. Ein paar Kanufahrer am Kanal – so eine Kanutour wäre sicher auch nett! Sonne brennt runter. Nach der schottrigen Flachetappe wird’s nun ab einer Autobrücke hügeliger. Es geht in einen schönen Wald hinein. Gerade Straßen, aber sehr hügelig (typisch Norwegen). Teilweise richtig leicht alpiner Charakter, links vor mir stets der Telemarkkanal, der jetzt eher wieder wie ein See aussieht. Ich komme immer höher hinauf, es wird windig. Sonne ist weg und es fängt zu nieseln an. Das Nieseln geht in mittelstarken Regen über – Regenponcho, Gamaschen.

Schließlich komme ich, vor Klien, wieder runter zum Telemarkkanal. Regen hat inzwischen nachgelassen – wunderschön hier. Verdammt einsam. Alle 15min ein Auto, wenn überhaupt.

Am Telemarkkanal koche ich ein paar Nudeln und ruhe mich aus. Während dem Kochen beobachte ich, wie sich Nebel/Wolken=Regen, am gegenüberliegenden Ufer vom Berg herunterrollt. Ahne schon, dass es gleich wieder schüttet – aber da kommt ein Wind auf und verbläst den Regen. Cool.

Nach etwa 1/2h Pause packe ich wieder meinen Drahtesel und fahre weiter – superschön hier. Rechts vor mir ist der Himmel schwarz. Und da ist auch schon der erste Donner. Ich fahre eigentlich direkt auf das Gewitter zu, jedoch zieht es schneller an mir vorbei. Wahnsinn wie schnell das Wetter von freundlich auf bedrohlich umschlagen kann.

Erreiche Klien – ganz nett, Ferienhäuser. Super Gegend hier. Treffe schließlich in Flagesund ein. Ein Minikaff mit einem Privat-Campingplatz. Fahre jedoch weiter.

Bycicle route two between Klien and Flagesund

Am Telemarkkanal zwischen Klien und Flagesund.

Hier geht’s nun wirklich steil bergauf in den Wald hinein – kaum Autos, super Weg (meist asphaltiert), überall supergrün (Moose, Farne, Quellen). Weit unten im Telemarkkanal seh ich die Fähre „Hendrik Ibsen“. Nach unendlichem Auf und Ab endlich die Finalabfahrt. Quere die Straße, welche mich morgen über Serpentinen nach Vradal führen wird, und stelle im gegenüberliegenden Waldstück mein Zelt auf. Wetter soll die Nacht entspannt sein. Kein Niederschlag, Wind dreht sich bei ca. 1m/min.

Da ich schon recht früh am potenziellen Zeltplatz angekommen bin, fahre ich noch etwas in der Gegend herum. Naja, viel gibt’s da nicht zu sehen … zumindest ist man schnell auf stärker befahrenen Straßen. Der Radweg ist also schon die Optimalroute.

In der Nacht ist alles ruhig (war nach ca. 1000hm auch müde), war ein super Tag.

 3. August

Heute geht’s die Serpentinen rauf (und anschießend runter) nach Vradal. Nacht war entspannt, gut geschlafen. Kein merklicher Regen.

Serpentinen nach Vradal sind anstrengend, aber ohne Schieben machbar.

On the way to Vradal

Serpentinen Richtung Vradal

Bin relativ schnell an der Kuppe und rolle dann runter Richtung Vradal. Ist ein eher touristischer Ort – schöner See (der Vravatn). Wetter sehr heiß (für morgen hat sich allerdings schon Schlechtwetter angekündigt). Fahre zu einem kleinen Supermarkt (Joker?), kaufe ein paar Vorräte (Tipp: hier gibt’s auch Brennspiritus) und mache mich dann weiter auf den Weg. Den Vravatn entlang. Koche am See. Cool. Wetter ist super.

Vravatn at Vradal

Ankunft am Vravatn

Wenig Autos … Waldwege, meist asphaltiert, wie gestern eigentlich. Ein Typ fragt mich , wie das so is mit dem Fahrrad – jo, ist cool. Am Ende des Vravatns mache ich eine Rast, letzter Anstieg nach Dalen.

Vravatn vor dem Anstieg nach Dalen

Vravatn vor dem Anstieg nach Dalen

Wieder beim Telemarkkanal - vor Dalen

Wieder beim Telemarkkanal – vor Dalen

Es geht wieder ein paar Serpentinen hinauf – ich erreiche die Kommune Tokke. Das Bärenwappen macht mich etwas misstrauisch. Naja. Schliesslich komme ich zur Abfahrt zum Telemarkkanal – super Aussicht. Traumwetter. Anschießend eine „Mautstraße“ entlang bis Dalen.

Abfahrt Richtung Dalen - Blick auf Telemarkkanal

Abfahrt Richtung Dalen – Blick auf Telemarkkanal

 

Sehr schwierig einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Bis 21:00 erfolglose Zeltplatzsuche. Enges Tal, überall wo es flach ist, sind Häuser. Nach einem GPS-Check finde ich heraus, dass über dem Fluss ein Waldstück sein sollte, welches laut Höhenlinien relativ flach sei. RICHTIG! Perfekt. Zuhause fand ich heraus, dass es eine Loipe war. Ideal.

Leg schon mal die Gummistiefel vors Zelt – werd ich morgen ja wahrscheinlich brauchen. Für morgen ist sowieso (wegen angesagtem Schlechtwetter) ein Ruhetag geplant.

Nacht ist unruhig. Das ist da schon irgendwie ziemlich spooky im Wald und das Wappen mit dem Bär … naja. In der Nacht höre ich öfters Tiere ums Zelt schleichen und meine Taschen beschnuppern. Hört sich an wie ein Pferd (stampft und wenn man ein Geräusch macht, schnauft es laut und haut ab). Gesehen habe ich jedoch nichts.

4. August – Abwettern

Heute schüttet es literweise. Ich stehe erst gegen 12:00 auf, sehe eine Rehfamilie in ca. 200m Entfernung. Fahre mit Regenponcho/Regenhose/Gummistiefel zum Dalen Hotel und koche dort im strömenden Regen am Telemarkkanal. Auf einmal kommen 2 Schwäne mit Jungen und verjagen mich – verdammt agressiv, die Viecher! Kochen im Regen, hmm…auch relativ spaßbefreit. Kauf noch im Laden ein und fahr wieder zurück zu meinem Zeltplatz. Morgen soll das Wetter wieder besser werden (ab ca. 6:00 Uhr wird der Regen nachlassen). Morgen abends soll es dann jedoch wieder regnen.

Krise – Wetter ist furchtbar, da ins Hochgebirge?? Oder soll ich besser doch mit der Fähre zurück nach Porsgrunn und von Porsgrunn gleich wieder mit Flieger heimfliegen?

Naja, schauen wir mal, wie’s morgen so wird.

5. August – Bergetappe Nr. 1 – von Dalen nach Valle

Wie angesagt, lässt der Regen in der Früh nach. Ich packe alles zusammen, gehe noch mal einkaufen zum Coop beim Dalen Hotel. Noch hängen Wolken in den Bergen.

Heute wird’s eine große Etappe.

Nehme die Serpentinen in Angriff – die Hölle, verdammt steil, muss oft stehenbleiben. BOAH. Oben angekommen, sind noch Häuser und es geht wieder auf und ab durch einen Wald. Heute ist es wieder schön warm. Passt!

Langsam wird die Gegend spannend. Neben mir Seen und zum ersten Mal schneebedeckte Berge. Da bekommt man gleich wieder Energie!

On the way to Valle

Auf dem Weg nach Valle. Die Landschaft wird zunehmend alpin.

Sind zwar einige Autos und Motorradfahrer unterwegs, jedoch wird man von der Gegend entschädigt. Nach einem Skicenter kommt eine Raststation. Neben einer langen hügeligen geraden Straße (das ist Norway!), mit coolem Bergpanorama:

On the way to Valle

Auf dem Weg nach Valle – nach dem Skizentrum.

Auf dem Weg nach Valle

Auf dem Weg nach Valle

Hier koche ich erstmal – es ist Mittagszeit. Der Himmel ist recht dunkel – aber Regen kommt keiner. Fahre weiter, komm zu einer Supergegend, mit Seen, schneebedeckten Bergen und relativ wenig Verkehr. Bewege mich aber noch deutlich unter der Baumgrenze.

5-8-2015-Auf dem Weg nach Valle1

Auf dem Weg nach Valle

Auf dem Weg nach Valle

Auf dem Weg nach Valle

Eine Norwegerin kommt mir ebenfalls mit viel Gepäck entgegen. Man grüsst sich – „Leidensgenossen“. Dann geht’s schließlich bergab richtung Valle. Ein Tip-Top-Wasserfall neben mir – bleibe stehen, schieße ein paar Fotos – Top Gegend!

Wasserfall bei der Abfahrt nach Valle (Setesdal)

Wasserfall bei der Abfahrt nach Valle (Setesdal)

Abfahrt nach Valle

Abfahrt nach Valle

Fahre runter und sehe schon den Campingplatz. Überlege, ob ich den gleich bei der Abfahrt anfahre, suche Supermarkt in der Nähe – nixda, GPS-POI veraltet. Denke mir, dass in dieser Wahnsinnsgegend der Campingplatz sicher nicht günstig ist und beschließe weiter zu fahren.

Energy level low, HUNGER, boah, ein paar Hotdogs, das wär genau das Richige. Fahre weiter, super Landschaft, aber schwer zu genießen, wenn der Magen knurrt. ENDLICH==> Valle. Ein Campingplatz. Melde mich an, nur 70 NOK, S:U:P:E:R! Fahr gleich weiter zum Supermarkt (um die Ecke), kaufe die Hotdog-Zutaten.

Super tag wiedermal. Hab hier sogar Wlan!

At Valle Motell

Beim Campingplatz in Valle

War gestern zwar schmerzvoll, das Wetter etc., aber hat sich total ausgezahlt, NICHT aufzugeben.

6. August – Bergetappe Nr.2 – still have to roll up that stone

Heute geht’s weiter –  von Valle Richtung Rysstad. Eigentlich wollte ich gestern ja einen Tag beim Campingplatz bleiben, allerdings muss ich weiter. Pausetage nerven. Wetter soll gut werden – also los. Zelt zusammengepackt, bei Besitzerin vom Valle Motell verabschiedet und auf nach Rysstad. Geht vornehmlich bergab. Leider fängt es nach ca. einer Stunde zu regnen an. Wie Wolken bleiben im Tal hängen. Regen wird stärker. Poncho. Gamaschen. Das soll gutes Wetter sein???

OK, Abzweigung bei Rysstad, hinauf Richtung Suleskard. Anfangs ein „Radlweg“. Wetter massiv schlecht, Wasser rinnt nur so beim Poncho runter. Relativ steil und viele Autos. Fahre nur mit Poncho, Hemd und Nierengurt (sonst wird’s zu warm). Radweg endet, es bleibt ab dem Brokke Alpinsenter nur die schmale kurvige Straße mit doch ganzschön Verkehr. Fahre rechts ran. Krise. Pack ich nicht. Wetter sehr übel. Überlege umzudrehen und nach Kristiansand zu fahren.

Da es aber erst 10:00 Uhr und zu früh zum Aufgeben ist, fahre ich einfach weiter, so lang es geht.

Ein Tourenradfahrer kommt mir entgegen und bremst mit den Schuhen. Hat offensichtlich umgedreht.

Fahre weiter.

Campingplatz wäre hier … bei einer Alm … aber ist erst 11 Uhr. Schaue abseits der Straße, ob prinzipiell Wildcamp möglich – nixda – entweder super sumpfig oder steil.

Fahre weiter.

Es wird alpiner … also richtig alpin. Es wird kalt – ziehe Windstopper wieder an. Extremer Nebel. Gerade, hügelige Straßen, die im Nebel enden. Neben mir Schneeflecken bei den 1000enden kleinen Seen. Sehr cool, aber schon auch verrückt, bei diesem Wetter so hoch raufzufahren, denke ich mir.

Fahre jedoch weiter.

15:00 – ich komme, nachdem ich schon leicht Panik hatte, hier in der super unwirtlichen Gegend zu stranden, endlich beim Wanderweg zur Øyuvsbu-Hütte an. Hier könnte ich den Tag ausklingen lassen, beschließe aber einfach wieterzufahren Richtung Suleskard – das geht schon. „Ist eh bis 23:00 hell“.

Between Rysstad and Suleskard

Zwischen Rysstad und Suleskard – Wanderweg zur Øyuvsbu

Nachdem ich dem höchsten Punkt erreiche (1050hm), klart es auf einmal auf – die Sonne kommt heraus. Windig nach wie vor, aber wunderschön sonnig. Nebel ist wie weggeblasen – TOLL. Extrem coole Landschaft. Wahnsinn. 100% entschädigt für das anfangs grauenvolle Wetter. Komme bei dem Kraftwerk vorbei – auch riesengroß. Alles ist hier riesengroß!

Auf dem Fjell vor Suleskard

Auf dem Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Fjell vor Suleskard

Schließlich fahre ich dann die Serpentinen Richtung Suleskard runter. Die Bremsen quietschen, es riecht nach Gummi – gelernt: man muss 1000x stehen bleiben, wenn man eine Felgenbremse hat. Sonst platzt der Reifen. OK. Wahnsinn, der „drag down“, mit dem Gepäck.

Komme schließlich in der Zivilisation – in Suleskard – an. Super Campingplatz, billig (70 NOK). Gegenüber ist die Fjellbutikken und  gönne mir eine Pizza Grandiosa (Norwegens beliebteste Pizza). SUPER!!

Super Tag!!

7. August

Die Nacht war ruhig. In der Früh mit Norwegerin nebenan geplaudert. Angeblich stimmt dieses Jahr der Wetterbericht nicht – kann ich bestätigen – gestern Vormittag war’s wirklich grausam. Kjerag ist angeblich eine Klettertour – Preikestolen ist mit meinen Schuhen OK. Hab ich mir eh gedacht. Also werde ich den Kjerag auslassen.

Eigentlich wollte ich ja am Campingplatz bleiben – Günstig, gute Infrastruktur (Fjellbutikken!!) – aber ich will weiter. Unterhaltungsmöglichkeiten sind im Zelt beschränkt – v.a. wenn man aufgrund der wenigen km/Tag (waren hauptsächlich Höhenmeter) wenig Strom fürs Smartphone hat.

Wetter ist super OK. Sonnencreme. Packe alles zusammen, frühstücke bei der Fjellbutikken und mach mich auf den Weg. Anfangs geht’s relativ entspannt bergab (Bäume/Flüsse), dann geht’s aber wieder hinauf. Bäume werden weniger. Ein paar Schafe. Super Bergpass – Schneeflecken kommen auch wieder – aber doch kein Pass, nur der Anstieg! Immer wenn man denkt, man sei am Wendepunkt, geht’s nochmal rauf. Es wird kühl, die Wolken sind nah (hoffentlich kein Regen … wäre bei der Abfahrt schlecht). Bei jeder ansteigenden Kurve, denkt man, man sei am Ende der Welt (nur Himmel), jedoch geht es dann meistens ein Stückerl rechts bergab und dann gleich wieder bergauf.

Von Suleskard nach Lysebotn

Von Suleskard nach Lysebotn

Von Suleskard nach Lysebotn

Von Suleskard nach Lysebotn

Von Suleskard nach Lysebotn

Von Suleskard nach Lysebotn

 

Wetter wird respekteinflößend… Dichte wolken. Tausende Seen, Gebirge, wirklich cool. Norweger plaudern mit mir „This guy is from Austria! I get shaky legs, when I look at your bike“.

Nach dem x-ten Anstieg komme ich zu einem Plateu mit Steinhaufen – hier muss doch der höchste Punkt sein … . Nope, geht nochmal bergab und dann wieder bergauf – aber mit Wahnsinnslandschaft, deshalb relativ schmerzfrei. Smartphone hat leider keinen Speicher mehr.

Schlussendlich dann doch die finale Abfahrt Richtung Lysebotn. Vor mir ein Wolkenmeer – schaut wild aus. Uiuiui. Ein Schild, welches vor starkem Gefälle warnt. Ja, ich merk’s, bleib ca. alle 100m stehen und lasse die Felgen auskühlen. Bremsen quietschen.

Beginn der Abfahrt nach Lysebotn

Beginn der Abfahrt nach Lysebotn

Komme zum Kjerag-Restauraunt. Extrem touristisch. Zur Aussichtsplattform kommt man anscheinend nur durchs Restauraunt…. Sehe aber die extremem Felswände gegenüber – und stehe selber auch auf einer. Und zwar eine, die jetzt in den nächsten 10km und 27 Haarnadelkurven auf Meeresniveau abfällt. Verzichte auf eine Einkehr und fahre weiter. Bin anscheinend der einzige Fahrradfahrer (gut so, als Motorrad- und PKW-Fahrer hätte ich für’s Stehenbleiben zahlen müssen). Muss extrem oft stehen bleiben. Felge wird sicher ca. 70°C heiß, teilweise.

Serpentinen nach Lysebotn

Serpentinen nach Lysebotn

Abfahrt nach Lysebotn

Abfahrt nach Lysebotn

Der Wendetunnel. Es wird kalt. Alle paar Meter rechts Platz zum Ausweichen. Fällt auch stark ab, ca. 100hm, schätze ich mal. Muss auch hier im Tunnel oft stehen bleiben. Nach der >180°-Wendung bin ich recht bald beim Ausgang. Und quasi sofort in Lysebotn! Wahnsinn. Schon ohne Meer sind diese Felswände unglaublich.

Fahre zum Meer. Es riecht auch nach Meer. Mache ein paar Fotos. An sich gibt’s hier einen Campingplatz (Olafs Campingplatz, neben Olafs Zementwerk), jedoch schätze ich den als relativ teuer ein (=nahe einer Trouristenattraktion) und finde schließlich einen guten Platz an der Lyse, wo ich auch gleich koche.

Lysefjord

Lysefjord

Lysefjord

Lysefjord

Lysefjord

Lysefjord

 

Super Gegend – will aber morgen weiter. Hier gibt’s keinen Supermarkt. Nur ein Cafe.

Morgen geht’s weiter mit der Fähre nach Forsand. 12:00 Abfahrt. Nacht ist ruhig bis auf die rauschende Lyse hinter mir.

8. August

Heute geht’s mit der Fähre nach Forsand. Die Nacht war ruhig – Fähre geht um 11 Uhr – also entspanntes Aufstehen . Gehe vom Zeltplatz vor zum Fjord. Superschön. Mache Fotos und koche mir ein paar Instant-Nudeln.

Fähre (310) kommt, Fahrrad wird am Rand hingestellt, ich gehe ans Sonn’deck. Naja, sonnig ist’s nicht gerade, dafür verdammt windig. Fähre legt ab, Wind legt zu. Fjord wird breiter – wie ein großer See.

Wir fahren den Fjord entlang. Sehen relativ bald die Stiegen bei Flørli. Fahren weiter, sehen den Preikestolen von unten. Sieht winzig aus. Naja, ist auch nur ein paar m² gross. Robben (die ich aber kaum sehe) – „look there are seals – looks like he is waving“ – Touristen nerven irgendwie.

Aber trotzdem super Fahrt.

Schließlich kommen wir in Forsand an. Packe mein Fahrrad und geh zum Supermarkt einkaufen, vor allem Wasservorräte. Draußen beobachten mich ein paar Leute. „No one buys water here, you can drink from the springs“ – aha, danke für den Tipp (Anm. habe aber schon auch einige Norweger gesehen, die Wasser gekauft haben, werden schon wissen warum…).

Fahre über die Brücke über den Fjord und biege gleich rechts ab – Richtung Preikestolen!

Geht ganz schön bergauf – ziemlich anstrengend, brauche sicher 1-2h, bis ich bei der Abzweigung zum Preikestolen ankomme. 2 Tunnels, einer davon relativ lang. Total unangenehm. Ansteigend, laut, eng, usw. Es wird immer touristischer. Der Preikestolen lockt die Leute an.

Komme zur Auffahrt zum Preike. Verdammt steil, Serpentinen usw. Vorbei am Campingplatz-Preikestolen … ich fahr weiter, ist sicher höherpreisig. Straßenschild, dass man die nächsten Kilometer nicht zelten darf. Schilder von Privatbesitzern „No Camping“, usw. Touristengegend extrem.

Schließlich schaffe ich’s bis zum Wanderweg. Bin der einzige Radfahrer weit und breit. Sonst nur 1000de Autos. Viele Deutsche.

Packe schnell das Wichtigste zusammen und gehe zu Fuß los. Bin sehr unsicher wegen der Zeit. Es ist 18:00, das ist ein Wanderweg (nicht gefährlich, aber holprig). Trotzdem, der Preike lockt. Mir kommen viele Leute entgegen, keiner geht jedoch rauf – bin spät dran. Laufe fast hinauf. Nehme mir vor, dass ich, wenn ich nicht um 19:00 fast oben bin, umkehre. Sodass ich nicht ins Dunkle komme.

Mittendrin überholen mich 2 Russen. Einer hat einen Lautsprecher am Rucksack, aus dem in voller Lautstärke „Novaspace – Beds are Burning“ schallt. Passt gut zur Stimmung, hier auf dem Touristenpfad zum Preikestolen.

Landschaft wird alpin – superschön – Russen sagen bei der Kuppe „My friend, we have broke world record! We did Preikestolen in under 2 hours!“. lol. Da waren wir aber noch nicht angekommen – ein bissl geht’s noch weiter bevor ich schließlich bei der berühmten Felsnase ankomme. Sind noch viele Leute da – also kein Stress wegen Dunkelheit. Suuuper Ausblick auf den Lysefjord bis Lysebotn – schon toll!

Preikestolen - Lysefjord

Preikestolen – Lysefjord

Preikestolen am Lysefjord

Preikestolen am Lysefjord

Verweile ein bisschen, mach ein paar Fotos und breche dann wieder gemütlich Richtung Fahrrad auf. Oben sehe ich noch 2 Wildcamper. Pretty cool. Sind sicher dann in der Früh am Preike und sehen den Sonnenaufgang/den Nebel/Fjord usw.

Gehe weiter und komme schließlich zum Fahrrad. Lasse mich den steilen Weg runterrollen, fahre zurück Richtung Brücke – durch die 2 Tunnel (bergab nicht so schlimm). Gegend eigentlich recht cool – ziemlich einsam und Fjell-like mit ein paar Bäumen. Habe heute aber keine Lust mehr auf Abenteuer, will zum Campingplatz. Bin verdammt müde.

Stelle in unmittelbarer Nähe zum Lysefjord das Zelt auf.

War ein sehr anstrengender aber auch lohnener Tag.

9. August 

Da das Programm gestern sehr anstrengend war und ich sowieso zuviel Zeit habe, mach ich einen Ruhetag in Oanes. Heute ist es sehr windig. Habe Angst, dass es mir das Zelt wegbläst. Grund ist die exponierte Lage, direkt am Meer (Meer ca. 1,5m vor mir). Ich lasse alles stehen und fahre mit dem Rad ein Stückerl auf der Fv495. Erstens bekomm ich sonst den Lagerkoller, andererseits kann ich ein bisschen meinen Akku laden. Fahre ca. 20km, landschaftlich sicherlich schön – weniger touristisch – aber nach dem Lysefjord und Preikestolen ist man gesättigt und schwer zu beeindrucken. Wildcampmöglichkeiten sind beschränkt, hier ist alles eingezäunt – Landwirschaft.

In Oanes

In Oanes

Auf der bei Oanes

Auf Fv495 der bei Oanes

Fahre wieder zurück zum Zelt, mach Kartencheck und schlage im Prinzip die Zeit tot. Leider nicht mehr viel Strom fürs Handy. Spannend bleibt’s aber, da ich ständig fürchte, dass es das Zelt wegbläst.

Schaue mir die Fähren an, die von Forsand nach Lysaker fahren. Mit so einer geht es morgen weiter. Easy.

10. August

Packe alles Zusammen. Zelt abbauen im Sturm ist auch eine Erfahrung (damit es das Außenzelt nicht gleich ins Meer weht) – geht aber.

Heute geht’s zuerst mit der Fähre nach Lysaker. Ist im Prinzip nur wie eine „Flussüberquerung“ – wie wenn man über die Donau fährt. Kostete ca. 30 NOK – ist OK.

In Lysaker ist eigentlich alles ziemlich „Privatbesitz“ – Windcamps nur schwer möglich. Fahre weiter zum Supermarkt, kaufe Wasser, Frühstück. Mach mich dann weiter auf den Weg auf der 13er Richtung Sandnes. Durchaus auch durch nettes Seengebiet – aber wie gestern – hab mich schon etwas satt gesehen. Teilweise geht’s dann auch neben einer stark befahrenen Straße auf dem Radweg weiter. Beschließe hier, dass ich, da es erst 10 Uhr ist, ganz unverbindlich beim Flughafen vorbeischaue – vielleicht gibt’s ja einen günstigen Flug heimwärts.

Komme relativ schnell nach Sandnes. Back from the Wild, rein in den Trubel.

Danach kämpfe ich mich durch ein Gewerbegebiet nach Sola. Da seh ich ihn schon, den Lufthavn. An sich gibt’s auch einen guten Radweg direkt zum Terminal. Cool.

Schau zum Norwegian-Schalter. Man ist sehr bemüht. Es gibt einen Flug um 250 NOK. Den nehme ich!

Fahre Richtung Stavanger. Netter Radweg – fahre  zum McD in Marino – ca. 45 min vom Flughafen entfernt.

Stavanger

Ankunft in Stavanger

11. August

In der Nacht hats viel geregnet – egal, in der Früh ist wieder Sonne.

Beschließe nach Stavanger zu fahren. Guter Radweg die 509er und E13er entlang Richtung Stavanger Zentrum. Bin relativ schnell dort –  nett. Schlender ein paar Stunden durch die Gassen. Nette Stadt – eher klein und hügelig.

12. August

Noch ein Tag in Stavanger bei Traum-Wetter. Flair einer nordischen Stadt nochmals genossen.

13. August

Morgen geht der Flug. Packe zusammen und fahre zum Solarstranden – stelle Solarzelle auf und gehe ein bisschen am Strand spazieren. Danach geht’s zum McD Marinor und zum Byggmaker für Klebeband. Dann zurück zum Olberg, wo ich mittels meiner Kofferwaage mein Gepäck auf 20kg trimme (Rest=Handgepäck). Ab jetzt bin ich ziemlich immobil – mit den zwei riesigen Packsäcken hinten auf dem Fahrrad fährt es sich nicht mehr wirklich gut, viel Last auf dem Hinterrad.

Fahre am Abend zum Solarstranden, schau mir den Sonnenuntergang an. Sobald die Sonne weg ist, wird’s feucht und kalt. Nehme gg. 23:00 Abschied vom Strand (wird auch kühl) und fahre zum Terminal.

Solastrand - Sachen gepackt.

Solastrand – Sachen gepackt.

Verpacke mein Fahrrad und mach es mir mit Schlafbrille und Ohropax bequem. Schlafe ein paar Stunden, wache um 3 auf, PANIK- WO BIN ICH? SHOPPING CITY?? Ah OK, Flughaven – schlafe weiter.

Flughafen Sola

Flughafen Sola

Und ein paar Stunden später bin ich wieder in Wien!

FAZIT: TOLLE REISE! Empfehlenswert!


 

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