Navigation – Kompass, Karte und GPS

Da man bei Radreisen meist auf Straßen unterwegs ist, ist die Orientierung keine Rocket-Science. Ansich genügt ein Kompass und eine Papierkarte.

Meine Tourenplanung ist recht penibel. Ich vertraue auf gute Vorbereitung und Redundanz. So bin ich in der Regel mit drei Gerätschaften unterwegs:

  • Kompass & Karte
  • Garmin GPS
  • Smartphone GPS

Kompass & Karte: Ein Kompass ist ohne Karte relativ nutzlos. Generell gilt bei diesem System, dass man seinen Tourenverlauf bzw. seinen Standpunkt ständig an der Karte verfolgen sollte. Gibt es nicht zumindest zwei sichtbare, bekannte Punkte/Linien in ausreichendem Abstand voneinander im Gelände (z.B. Berggipfel + Straße, zwei Berggipfel, usw.), kann man den Standpunkt nicht feststellen. Problematisch wird’s auch, wenn das Wetter so schlecht ist, dass man keinen Sichtkontakt zu den Punkten hat (Nebel). Hilfreich ist der Kompass aber allemal – schnell kann man mit seiner Hilfe Fragen wie „nehm ich die linke oder rechte Abzweigung“ klären. Zudem ist er ausfallsicher und benötigt keinen Strom => deshalb ist bei mir ein Kompass immer mit dabei.

Für einfache „Links/Rechts“-Entscheidungen reicht ein billiger Kompass. Für die Navigation mit Karte sollte es schon ein genauerer Peilkompass sein. Hierfür habe ich einen von Recta.

Garmin GPS: Der Komfort eines GPS gegenüber einem Kompass ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Sollte ich nicht wissen, wo ich gerade bin (egal, ob ich mit den Berggipfeln usw. der Gegend vertraut bin oder nicht) – schalte ich das GPS ein, warte ein paar Sekunden und sehe am Display auf einer zoombaren Vektorkarte meinen Standpunkt auf ein paar Meter genau. Bei meinem GPS (Garmin Vista HCx– Vorgänger vom Garmin Dakota 20) habe ich weiters einen barometischen Höhensensor dabei, welchen man – wenn man sich damit auskennt – zur kurzfristigen Wetterprognose benutzen kann. Der entscheidende Vorteil des Standalone-GPS gegenüber dem Smartphone ist jedoch die Batterielaufzeit und Robustheit. Es ist wasserdicht, schon öfter runtergefallen und hat eine Batterielaufzeit von über 20 Stunden. Weiters kann man, sollte es sehr hell sein, die Hintergrundbeleuchtung des Displays ausschalten und man sieht trotzdem noch alles – im Gegensatz zum Smartphone. Nachteil: Extra Gerät, proprietäres Kartenmaterial relativ teuer, Bedienung gewöhnungsbedürftig.

Smartphone: Wer hat heutzutage keines? Ich habe ein günstiges von Huawei (Y300 mit Cyanogenmod – Vorgänger vom Y625) – reicht völlig. Die GPS-Funktion ist meist sehr gut und das Kartenmaterial bekommt man gratis aus dem Netz. Allerdings mit den oben erwähnten Nachteilen. Als App verwende ich zur Zeit Orux-Maps mit OpenStreetMaps.

 

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